Buchformat

(Quelle = Wikipedia)

Das Buchformat gibt an, wie viele Blätter ein Buchdrucker aus einem Bogen Papier erstellen kann, dem traditionell die Maße eines römischen Pergamentbogens zugrunde liegen. Faltet man einen Pergamentbogen ein erstes Mal, so erhält man das Folioformat. Die Größe variierte, je nach Verfügbarkeit der Häute, die man zu Pergament verarbeitete. Dies hat seit 1976 aber eine geringere Bedeutung, da Bibliotheken im deutschsprachigen Raum gemäß den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK), die auf der International Standard Bibliographic Description (ISBD) basieren, bei der Katalogisierung nur noch die Höhe des Buchrückens in Zentimetern erfassen. Buchhändler und Antiquare geben neben der Höhe häufig auch die Breite eines Buches an.

Abkürzung Name Blätter Seiten
Folio 2 4
Quart 4 8
Oktav 8 16
12° Duodez 12 24
16° Sedez 16 32
18° Oktodez 18 36
24° Vigesimoquart 24 48

Zur Einordnung dient nur die Höhe des Buchrückens. Ist bei einem Buch die Breite größer als die Höhe, spricht man von Querformaten, z. B. quer 8°. Durch verschiedene Druck-, Binde- und Zuschnitttechniken variiert die Größe des fertigen Buches. Daher hat die Deutsche Bibliothek in Frankfurt a. M. eine Richtlinie erstellt:

Abkürzung Name Höhe des Buchrückens
gr. 2° groß Folio über 45 cm
Folio 40-45 cm
gr. 4° groß Quart 35-40 cm
Quart 30-35 cm
Lex. 8° Lexikonformat 25-30 cm
gr. 8° groß Oktav 22,5-25 cm
Oktav 18,5-22,5 cm
kl. 8° klein Oktav 15-18,5 cm
16° Sedez 10-15 cm
- Angabe in Zentimetern Unter 10 cm